Was sehen wir? Was meinen wir zu erkennen? Und was können wir dabei entdecken?
Discoveries präsentiert Arbeiten dreier Künstler, Susanne Knaack, Eduardo Palomares und Martijn Schuppers, die in einen spannenden Dialog zueinander treten. Der Titel „Discoveries“ fungiert dabei fast wie eine Aufforderung und lädt die Besucher zur Entdeckung der Ausstellung ein. Denn erst durch genaues Betrachten und Hinterfragen erschließt sich die künstlerische Auseinandersetzung mit Technik und Material. An der Grenze zwischen völliger Abstraktion und totaler Gegenständlichkeit arbeiten die Künstler auf unterschiedlichste Weise und erzeugen dabei vermeintlich bekannte und vertraute Naturdarstellungen.
Susanne Knaack studierte in den 80er Jahren Malerei bei Georg Baselitz an der Hochschule der Künste Berlin. Ihre oftmals in reinem Schwarz-Weiß gehaltenen Bilder entstehen entgegen der Vermutung nicht klassisch mit dem Pinsel, sondern mithilfe einer über viele Jahre hinweg entwickelten Schütttechnik. Die sich daraus ergebenden, nahezu fotorealistisch wirkenden Arbeiten zeigen vermeintliche Naturszenarien, die beim Betrachter oftmals verschiedenste Bilder und Assoziationen hervorrufen.
Eduardo Palomares schloss sein Studium 2024 als Meisterschüler bei Prof. Alexandra Pirici an der Akademie der Bildenden Künste in München ab. Neben zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen in den letzten Jahren gewann Palomares bereits mehrere Preise, unter anderem die Debütantenförderung der Akademie der Bildenden Künste München. Erstmalig werden nun Palomares' Papierarbeiten gezeigt, an denen er bereits seit vielen Jahren arbeitet und die mithilfe von Wasser, Salz und Pigmenten entstehen.
Martijn Schuppers studierte Malerei an der Academie Minerva in Groningen und am Hunter College in New York. Durch den Einsatz verschiedenster Techniken und Materialien erzeugt Schuppers Bilder, die an der Schnittstelle zwischen vollständiger Abstraktion und totaler Gegenständlichkeit wirken. Betrachtet man Schuppers Arbeiten lassen sich in seinen Bildern landschaftsähnliche Oberflächenformationen erkennen, bei denen es sich jedoch nicht um fotorealistische Erscheinungen handelt, sondern um klassische Abstraktionen, die nichts anderes zeigen als die Tektonik von Farbe auf Leinwand.
Fotocredit: Produktion Pitz